Ganztag im Gymnasium

Während die Gesamtschulen schon lange Erfahrungen im Ganztag sammeln konnten, ist er für viele Gymnasien noch recht neu.

Erst Schwierigkeiten beginnen bereits bei den baulichen Begebenheiten. Einige Gymnasien sind für den Ganztag nicht ausgelegt.
Es fehlen die Räumlichkeiten für eine Mensa oder die Über-Mittag-Betreuung, Spiel- oder Ruheräume. Lehrer müssen sich und ihr Familienleben neu organisieren.

Dann kommt die eigentlich Planung und Organisation des Ganztages. Vorgaben der Landesregierung müssen erfüllt werden und innerhalb des Rahmens soll ein optimales Angebot für die Schüler bereitgestellen werden.
Das ist keine leichte Aufgabe. Es wird an allen Stellschrauben gedreht, Stundenverteilung, Stundenraster, Kurz-/Langtage. Hauptfächer in den Vormittag legen, Vereine für den Nachmittag mit einbinden, Fäche und Lehrer in einen Stundenplan bringen, dass sind einige der üblichen Vorgänge. Dazu kommen Hausaufgabenbetreuungen, AG's, Forder- und Förderstunden und das allgemeine Theme Hausaufgaben.

Wie sehen Eure Erfahrungen aus. Was funktioniert, was nicht? Gab es bei Euch Umfragen und wie sehen die Ergebnisse aus?

Aufruhr auf der Mitgliederversammlung

Die letzte Mitgliedsversammlung verlief unerwartet. Nach einem guten Gastbeitrag und dem Vortrag des Kassenwartes läutete sich die Wende ein.

Der Rücktritt des Kassenwartes und die angedeuteten Beweggründe für diesen Schritt sorgten für aufgeregte Gespräche. Mehr noch war es die Unzufriedenheit vieler Mitglieder über den Verlauf der Aktion des Runden Tisches zu G8.
Aus diesem Grunde fand die geplante Neuwahl des Vorstandes durch die Mitgliedern nicht statt.

Viele Argumente der Eltern wurden vom Vorstand der LE nicht berücksichtigt und kamen beim Runden Tisch nicht zur Sprache.
Die Mitglieder fühlen sich daher nicht ausreichend berücksichtigt. Einige Mitglieder sprachen von bewußter Einflußnahme des Vorstandes.
So gab es von vielen Argumente für G9 und entsprechend starke Kritik an G8. Das Ergebnis des Runden Tisches denkte sich nicht mit der Mehrheitsmeinung der Mitglieder.

Dabei ist nicht oder nicht alleine das zusätzliche Jahr von G9 entscheidend. Vielmehr geht es auch um Klassenstärke, Art und Qualität des Unterrichts, Anzahl der Lehrer an einer Schule, Auswahl der Fächer und vieles mehr. 

 

 

Die Empfehlungen des Runden Tisches zu G8/G9

1. Empfehlung: Nutzung der Ergänzungsstunden auf eine neue Grundlage stellen

Die Ergänzungsstunden sollen der individuellen Förderung dienen. 12 (10) Ergänzungsstunden müssen angeboten werden, davon fünf nicht von allen SuS.

2. Empfehlung: Hausaufgaben begrenzen, Lernzeiten entwickeln

3. Empfehlung: Zahl der Klassenarbeiten pro Woche stärker begrenzen

4. Empfehlung: Fächerbindung in der Jahrgangsstufe 9 lockern

5. Empfehlung: Schülerlaufbahnen in der Sekundarstufe I stärker unterstützen

6. Empfehlung: Nachmittagsunterricht, schulische Ganztagsangebote, außerschulische
Angebote und Freizeit in Einklang bringen

Dazu gehören Kooperationen mit außerschulischen Partnern.

7. Empfehlung: In den Gymnasien wird eine neue „Anerkennungskultur“ außerschulischer Leistungen etabliert

z.B. in Musikschulen und im Vereinssport.

8. Empfehlung: Bestehende schulinterne Lehrpläne erneut überprüfen

9. Empfehlung: Gestaltungsmöglichkeiten in der Oberstufe stärker nutzen

Mehr Nutzung von Vertiefungskursenstatt Grundkurse in weiteren Fächern.

10. Empfehlung: Wirksamkeit der Maßnahmen sichern und evaluieren

 

Sind damit die wichtigsten Punkte enthalten?

Ist es das Ergebnis, was die Eltern sich für die Schüler erhofft haben?